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Bauherren müssen handeln!

Novelle der Energiesparverordnung

Die EnEV 2014 bringt einige Neuerungen mit sich. Vor allem für Neubauten wurde der energetische Standards erhöht. Aber auch Besitzer älterer Immobilien müssen aktiv werden, denn zum 1. Mai trat die EnEV 2014 in Kraft


Grundsätzlich soll die neue Verordnung mehr Transparenz beim Energieverbrauch schaffen.
Die erste Veränderung betrifft den Energieausweis. „Dieses Instrument wird gestärkt“, sagt Achim Fischer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Bislang enthielt der Ausweis nur die Kennwerte zum Energiebedarf oder –Verbrauch.
Künftig werden die Gebäude auf Basis dieser Werte in Energieeffizienzklassen zwischen A+ und H eingeteilt.
Immobilienanzeigen müssen nun Angaben zur Energieeffizienz enthalten.

Andere Neureglungen gelten erst ab dem nächsten Jahr. Trotzdem sollten Hausbesitzer sie schon jetzt im Auge haben.
So wird ab 2015 der Austausch aller Konstanttemperaturheizkessel Pflicht, die älter als 30 Jahre sind.

Wer einen Neubau in Angriff nimmt, muss sich entscheiden, ob er schon die neuen Standards der EnEV 2014 zugrunde legt oder preiswerter nach den alten Richtlinien baut. Denn die energetischen Anforderungen an Neubauten verschärfen sich erst ab 2016.

Der bislang zulässige Primären-Energiebedarf pro Jahr muss dann durchschnittlich 25 Prozent niedriger und die Wärmedämmung der Gebäudehülle um 20 Prozent besser sein.

„Wir raten Bauherren, jetzt schon nach den neuen Standards zu bauen“, sagt Jürgen Friedrichs vom Bauherren-Schutzbund (BSB). Für die Sanierung von Altbauten sieht die EnEV keine verschärften Anforderungen vor. “Die bisherigen Vorgaben sind bereits anspruchsvoll“, sagt Fischer.

Trotzdem besteht für viele Hausbesitzer Handlungsbedarf. Denn es wurde präzisiert, wie die obersten Geschossdecken zu dämmen sind. Die Pflicht besteht seit 2011.“Aber da gab es bisher eine Versicherung, welche Decken betroffen sind“, erläutert der Experte. Jetzt gilt: Alle Decken, die nicht den DIN-Normen festgelegten Mindestanforderungen an den Wärmeschutz genügen, müssen bis Ende 2015 gedämmt werden.

(Berliner Woche, 11.Juni 2014)

 

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